Klein und fein in Quedlinburg

Die Weltkulturerbestadt Quedlinburg befindet sich am nördlichen Harzrand. Quedlinburg ist seit 1994 Weltkulturerbe und macht die Stadt zu einem der größten Flächendenkmale in Deutschland. Rund 24000 Einwohner verteilen sich auf sieben Augenoptikfachgeschäfte. Eines davon gehört Judit Tasche, und die hat mutig in ihre 60 Quadratmeter Ladenfläche investiert.

„Auf der opti 2019 wurden verschiedene Ladenbauer besucht, Ideen und Eindrücke gesammelt und vor allem verarbeitet. Die Ideen, die man einerseits im Kopf hat, und das Angebot müssen vereinbart werden. Umso schöner, wenn man statt eines reinen Kataloges ein Shopbook in den Händen hält und es beim Durchblättern ausgestattete Läden gibt, bei denen man sofort weiß, dass man sich wohlfühlt“, beschreibt Judit Tasche den ersten Kontakt zu den Ladenbauspezialisten von concept-s aus Schorndorf.

Die letzte umfassende Modernisierung fand 1990 statt. Lange zuvor, es war der 15. August 1872, gründete Namensgeber Herrmann Graeser die Brillenglasschleiferei und Musikalienhandlung Optik Graeser in Quedlinburg. Zunächst befand sich das Geschäft in der Breiten Straße 4. Im Jahr 1880 folgte der Umzug in die Pölkenstraße. Am 1. Mai 1917 wurde das Geschäft an Emil Thomas verkauft. Nach der Übernahme des Geschäftes am 6. April 1934 durch den Großvater von Christian Wendler befand sich das Geschäft über drei Generationen in Familienhand. Nach 30-jähriger Tätigkeit als Inhaber übergab Christian Wendler das Geschäft an seine langjährige Mitarbeiterin. Judit Tasche ist Augenoptikermeisterin und Optometristin (FH) und seit 1. Januar 2019 neue Inhaberin.

Die 31-Jährige ist in der Stadt geboren und versteht sich als „Traditionsoptiker“. Neben der Brillenmode haben die Inhaberin als Augenoptikermeisterin und Optometristin mit ihren drei Augenoptikermeistern den Schwerpunkt stark auf die Kontaktlinse gelegt. Judit Tasche übernahm mit dem Traditionsgeschäft nicht nur einen klassischen Augenoptiker sondern ebenso ein Kontaktlinsenfachgeschäft, das sich seit dem Umbau und der Renovierung ebenso in den Räumlichkeiten des Fachgeschäftes befindet. Außerdem hat jeder Mitarbeiter persönliche Schwerpunkte, sodass sich auch umfassend den Themen der Kinderoptometrie sowie LowVision angenommen wird. Doch damit nicht genug: „Seit 2017 studiere ich berufsbegleitend an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena.“

„Seit 1895 befindet sich das Geschäft in den aktuellen Räumlichkeiten. Damals wurde das Gebäude noch als Ackerbürgerhof genutzt. Es ist einer der beliebten Höfe, wenn Quedlinburg die Pforten für das weihnachtliche Advent in den Höfen öffnet.“ Schon deswegen war für die Selbstständige klar, dass der gewünschte Komplettumbau die historischen und markanten Gegebenheiten einbeziehen musste.

Die Zusammenarbeit mit concept-s hat die Augenoptikerin begeistert: „Ich habe mich rundum wohl und gut betreut gefühlt! Im Detail bedeutet das, dass mit dem Start der Planungsphase meine genannten Wünsche berücksichtigt wurden und ein erstes Konzept erstellt wurde. Der Kontakt war dabei regelmäßig unproblematisch, per Mail oder Telefon. Die Finalisierung erfolgte im Showroom in Schorndorf. Die Ausstellungsfläche vor Ort bietet jedem Kunden die Möglichkeit einzelne Elemente im Vergleich zu sehen. Dabei wurde das Konzept beibehalten, aber die Entscheidungen bei den Details wurde live viel einfacher. Holzmuster wurden nebeneinander gelegt und die Entscheidungen fielen. Durch den persönlichen Kontakt und den Eindruck vor Ort war bis zur Anlieferung weniger Anspannung sondern eher Vorfreude auf die neue Einrichtung zu spüren. Concept-s lieferte wertvolle Tipps und Hinweise für die bauliche Gestaltung, die mit regionalen Firmen umgesetzt wurde. Die Anlieferung und der Aufbau erfolgten so sorgsam und umsichtig, sodass nach der Beendigung des Aufbaus alles recht schnell bis zur Neueröffnung ging.“

Nicht nur Judit Tasche freut sich: Die Kunden fühlen sich nach dem Ladenumbau wohl und loben die hellen Räume und Möbel. Die langjährigen Kunden erkennen den markanten Boden und die besondere Säule, die mit ihren runden Glaslampenschirmen an die historische Beleuchtung der Straßenlaternen in Quedlinburg erinnert. „Da der Laden dennoch einen komplett neuen Eindruck bekommen hat, haben wir uns dazu entschieden die Neueröffnung mit dem Zitat „Jede Tradition hat einmal als Neuheit begonnen“ zu schmücken“, erzählt Tasche. Spätestens wenn die Kunden das Geschäft betreten, erkennen sie an der Glocke ein altbekanntes Geräusch und wissen, dass sie sich im richtigen Geschäft befinden.