Lunor

Das Vintage-Original

Gewissermaßen war die spezialisierte Brillenmanufaktur Lunor ihrer Zeit voraus, als sie vor über 20 Jahren ihr klassisches Retro-Design zum Markenzeichen machte und später „Vintage. Das Original“ zum Leitspruch erhob. Heute stehen Brillen, die an das Design vergangener Jahrzehnte erinnern, hoch im Kurs. Für Lunor ist Vintage jedoch kein kurzlebiger Trend, sondern ein zeitloser Stil, der höchste Qualität verdient hat. Was Lunor ausmacht, lässt sich erahnen, wenn man einen näheren Blick auf die Details wirft.

Die Wurzeln
Die Marke Lunor wurde 1991 in Stuttgart gegründet und ist eine Schöpfung des leidenschaftlichen Brillenliebhabers Gernot Lindner. Privat besitzt er eine faszinierende Sammlung antiker Brillen aus drei Jahrhunderten, die ihm bis heute als Inspirationsquelle dient. Zu Beginn waren sogar Fassungen aus Gold Bestandteil der Kollektion, weshalb der Markenname Lunor eine Ableitung von Lunette d’Or (franz. für: Goldbrille) ist. Auch heute ist die Marke in fachmännischer Hand. Lindner übergab Lunor vor knapp zehn Jahren an Augenoptikmeister Ulrich Fux, der die Lunor AG nun gemeinsam mit seinem Sohn Michael Fux im nahegelegenen Althengstett weiterführt. Gernot Lindner ist eng mit dem Familien-Duo verbunden und wirkt weiterhin im Designprozess mit.

Die Produktion
Die Marke Lunor setzt seit ihrer Gründung auf den Produktionsstandort Deutschland und legt großen Wert auf echte Handarbeit. Die langjährige Zusammenarbeit mit Herstellern aus dem süddeutschen Raum gewährleistet eine enge Abstimmung und ist wichtiger
Bestandteil des Erfolgsrezepts. Pro Fassung werden bis zu 200 Arbeitsschritte benötigt. Alle Modelle der Kollektion werden von der ersten Handskizze bis zur abschließenden Handpolitur in Deutschland gefertigt. Lediglich die Titanfassungen werden in Japan produziert, da Japan auf die Verarbeitung von Titan spezialisiert ist und somit höchste Qualität erzielt wird.
Das Design
Inspiriert von historischen Modellen vergangener Jahrzehnte hat Lunor eine eigene Designsprache gefunden, die auf modische Übertreibungen bewusst verzichtet. Besonders beliebt sind die Acetatfassungen im klassischen Retro-Design der 30er bis 60er Jahre. Aber die Einflüsse gehen noch weiter zurück – auch antike Modelle des 18. und 19. Jahrhunderts werden von Lunor zeitgemäß interpretiert. Dabei werden die Vorstellungen des Design-Trios Ulrich Fux, Michael Fux und Gernot Lindner konsequent umgesetzt. Der Designprozess beginnt immer mit einer ersten Handskizze. Erst wenn die technische Zeichnung, ein erstes Handmuster und eine Nullserie zufriedenstellend waren, wird der Auftrag erteilt. Zu den Leitlinien des typischen Lunor-Designs gehört außerdem, dass auf Großserienteile verzichtet wird.
Die Schraube
Fast alle Hersteller verwenden bei sogenannten Bohrbrillen zur Glasbefestigung Standardschrauben. Diese gibt es in genau passender Größe am Markt. Lunor hat dennoch eine eigene Schraube entwickelt. Das Besondere: Sie hat an der Unterseite einen Tragrand, so dass nur noch der Randbereich des Schraubenkopfes auf dem Glas aufliegt, nicht die gesamte Unterseite. Der Vorteil: Druck wird von der konvexen Glasseite abgeleitet und das Risiko, dass das Glas am Bohrloch ausreißt dadurch minimiert.
Der W-Steg
Kleinere Metallbrillen sehen schöner aus, wenn sie keine Pads aufweisen, sondern mittels „W-Steg“ direkt auf der Nase aufliegen. Statt eines Serienteils wurde eine Eigenentwicklung über fünf Jahre immer weiter perfektioniert. Der Unterschied im Tragekomfort ist deutlich spürbar.
Das Scharnier
Auch hier wird auf Serienteile verzichtet: das typische Lunor-Scharnier ist Erkennungszeichen und Qualitätsmerkmal der Acetatfassungen. Es wird mithilfe einer CNC-Fräsmaschine Stück für Stück aus einer Metallstange gefräst. Dieses Scharnier wird mittels funktionalen Nieten mit Bügel und Mittelteil verbunden. Während viele andere Hersteller nur Deko-Nieten verwenden, setzt Lunor hier auf Authentizität.
Die Qualität
Qualität ist keine Frage der subjektiven Wahrnehmung, sondern objektiv messbar. Daher kann Lunor sich über die breite Anerkennung der Fachbranche freuen. Im kürzlich erschienenen „Erfahrungsspiegel Brillenfassungen 2012“ von „Markt intern“ sprachen die befragten Optiker Lunor ihr Vertrauen aus. In der Königsdisziplin Qualität wählten sie Lunor vor 40 weiteren Fassungslieferanten mit der Note 1,35 auf den ersten Platz.