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Sauberer unterwegs (von links): Aufsichtsratsvorsitzende Sophie Fux mit den Außendienstlern Stefan Stützel, Claudia Stiller und Marco Peya.

Blitzsauberer Außendienst

Schon vor fünf Jahren entschied der Vorstandsvorsitzende der Lunor AG, Ulrich Fux, saubere Alternativen zum Diesel zu testen. Das war lange, bevor der Diesel als Folge des Abgasskandals kritisch betrachtet wurde. Damals wurde ein Erdgas-Passat angeschafft. Die äußerst positiven Erfahrungen mit diesem Fahrzeug haben als logische Konsequenz zur Folge, dass jetzt die komplette Außendienstflotte der Lunor AG auf Erdgasfahrzeuge umgestellt wird.

Das regionale Autohaus übergab jetzt drei neue Audi A4 g-tron. Diese tanken an normalen Erdgastankstellen, die es mittlerweile flächendeckend gibt (3500 x in Europa). Die Kraftstoffsorte wird als CNG bezeichnet, was „compressed natural gas“ bedeutet.

Der besondere Vorteil an den g-tron-Modellen ist, dass Audi E-Gas, manchmal auch Wind-Gas genannt, in das Erdgasnetz einspeist. Dieses wird aus Überschüssen bei der Stromerzeugung gewonnen, ausschließlich durch Windturbinen. Die Menge, die eingespeist wird, entspricht den Verbräuchen der Fahrzeuge.

Dass die neuen Fahrzeuge auch noch günstiger unterwegs sind als vergleichbare Diesel, ist dabei ein sehr angenehmer Nebeneffekt. Ein Kilogramm Erdgas entspricht vom Energiegehalt 1,31 Liter Diesel oder 1,47 Liter Benzin, kostet aber nur rund einen Euro. Mit ca. 4 kg Erdgas pro 100 km sind die Fahrzeuge somit äußerst sparsam unterwegs, der geringe Mehrpreis für die g-tron-Modelle amortisiert sich also schnell. Auch laufen die 170 PS starken Motoren extrem ruhig und haben genug Power, um das Fahrzeug flott von A nach B zu bringen.

Besonders wichtig ist natürlich die uneingeschränkte Verfügbarkeit des Treibstoffs. Da Erdgasfahrzeuge immer bivalent auch mit Benzin betrieben werden können, besteht absolut kein Risiko, in der Prärie mit leerem Tank stehen zu bleiben, notfalls tankt man eben Benzin. Dass solche Situationen sehr selten sind, obwohl der Außendienst auch in abgelegene Gegenden fährt, sieht man daran, dass weit rund 90 % aller Fahrten mit Erdgas zurückgelegt werden. Augenoptikermeisterin Claudia Stiller, die in Bayern und Baden-Württemberg unterwegs ist, toppt das noch und kommt auf 95 % Fahrten mit Erdgas. Besonders bequem dabei: das Navi weiß, wo der Fahrer CNG bekommt. Die Gesamtreichweite der Fahrzeuge liegt bei mehr als 900 km.