Keine Skihütte, aber ein gemütliches Optikgeschäft

Gemütlich ist es geworden im Optikstudio Lamm. Das 85 Quadratmeter große Optikgeschäft im schwäbischen Schorndorf wurde vom ortsansässigen Ladenbau-Spezialisten concept-s geplant und gebaut, und das in einem ganz anderen Look, als man ihn von dem Unternehmen kennt, dafür aber total nach dem Geschmack von Augenoptikermeister Jürgen Lamm.

Autor | Theo Mahr

Im Herbst letzten Jahres war der Umbau rechtzeitig zum 30. Geburtstag des Optikstudios Lamm in der Johann-Philipp-Palm-Straße, mitten in Schorndorf fertig. „Eigentlich wollte ich ja so eine Art Skihütte gestalten, aber das kann man dann doch hier nicht so bringen“, meint Jürgen Lamm lachend. Immerhin, Holz ist der dominierende Werkstoff im neuen Geschäft, das in wenigen Jahren von Lamms Tochter Vera übernommen werden soll. Sie absolviert gerade die Meisterschule in München. „Und ihr gefällt es auch sehr“, freut sich der Papa, der vor 30 Jahren an diesem Standort das Optikstudio Lamm eröffnete. Der Planer damals: Lukas Schroll, heute Inhaber, Chef und Antreiber von concept-s. „Es war wirklich an der Zeit für einen Umbau“, sagt Jürgen Lamm, der im nahegelegenen Plüderhausen ein weiteres Optikgeschäft betreibt. „Mir lagen zwei Entwürfe vor, und der von concept-s traf unsere Vorstellungen einfach besser“, erklärt der Augenoptikermeister.

In der Verkaufsfläche sollten viele Fassungen platziert und greifbar sein, aber nicht unbedingt gezeigt werden. Dabei spielt der Stauraum unter der Warenpräsentation und in Form von Sideboards im Raum eine große Rolle. Die Theke sollte gleichzeitig als Brillenbar, auch für Sportbrillen, genutzt werden. Die Augenmessung sollte mit in die Werkstatt im hinteren Teil des Ladens integriert werden. Die Ladeneinrichtung sollte ganz individuell gestaltet werden, mit einem bewusst hohen Einsatz von Holz.

Entstanden ist ein hochwertiges, reduziertes Ladenkonzept mit einer besonderen Materialität aus warmem Eichenholz in Kombination mit Wandscheiben in Beton-Optik und schwarz pulverbeschichtetem Stahl. Die Hauptpräsentation befindet sich an der langen Hauptwand und ist komplett in Holz verkleidet. Die mit LED beleuchteten Ablagen fügen sich in diese Optik ein, und ein durchgehender Spiegel verlängert die Wand optisch noch mehr. Stauraum ist durch eingelassene Schubladen nahezu unsichtbar darunter.

Davor sind zwei Beratungstische mit bequemen Kundenstühlen, so ausgerichtet, dass der Kunde während des Beratungsgespräches die präsentierte Auswahl der Fassungen im Blick hat. Dekorative Pendelleuchten über den Tischen sorgen für eine angenehme und entspannte Atmosphäre. „Wir wollten nicht hunderte von Brillen an der Wand hängen haben“, erklärt Lamm. „Wir sprechen lieber mit unseren Kunden, erkennen deren Wünsche und bieten dann eine für sie überschaubare Auswahl an.“ Eine gute Idee, denn die Kundenresonanz auf das neugestaltete Geschäft ist durchweg positiv.

Einen Fixpunkt und Hingucker im Laden bietet die Theke aus massivem Eichenholz. Sie wirkt wie ein Monolith und löst sich zur Seite hin auf, so dass eine Brillenbar entsteht. Der Wartebereich ist rückseitig zum Schaufenster untergebracht durch eine schwebende Massivholzbank. Die Nebenräume im Obergeschoss sind durch eine neugestaltete Treppe mit pulverbeschichtetem Stahl zugänglich.

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