Ehrlich, hochwertig und individuell zum Erfolg

Wenn aus zwei Geschäften eins wird, spricht man in der Regel von Übernahmen, Zukäufen und ähnlichem. Manchmal wird‘s auch sprachlich aufgehübscht, aber es bleibt am Ende das Gleiche. In einem aktuellen Fall aus Pforzheim ist das allerdings anders. Hier stemmen sich zwei Freunde aus der Augenoptik gemeinsam gegen den Druck, der durch Filialisten und andere preisaggressive Marktteilnehmer enststanden ist und stetig wächst.

Autor | Theo Mahr

Man kann die Geschäfte von Thomas Finkbeiner und Sven Lauinger als Urgesteine im Pforzheimer Optikmarkt bezeichnen. Beide Läden gibt es bereits seit über 50 Jahren, beide in sehr guter Lage, beide bestens positioniert. Und beide Augenoptiker sind – bei allem Wettbewerb – seit über zehn Jahren befreundet, haben oftmals gleiche Ideen, ticken in vielen Fragen sehr ähnlich, manchmal identisch. Doch letztlich bedurfte es einer Kündigung, damit die beiden eine schon lange bestehende Idee endlich in die Tat umsetzten.

Der Mietvertrag für Lauingers Geschäft wurde gekündigt, der Augenoptiker benötigte neue Räume. Das ist jetzt in Pforzheim kein unlösbares Problem, aber schon seit Jahren kreiste die Idee eines gemeinsamen Geschäfts durch die Köpfe der beiden Selbstständigen. Thomas Finkbeiner: „Die Entscheidung kam nicht, weil wir müssen, sondern weil wir wollen. Wir sind der Meinung, dass die Arbeit im Team uns noch stärker werden lässt und unsere Kunden dadurch mehr profitieren werden. Beide Geschäfte wurden vor über 50 Jahren gegründet und sind seither inhabergeführt. Das sollen unsere Kunden auch am neuen Standort spüren.“

Die Chancen dafür stehen bestens: Das neue Geschäft „Eckart & Finkbeiner“ liegt in allerbester Lage der Fußgängerzone, Parkhäuser sind in unmittelbarer Nähe. Und, was wohl noch wichtiger ist: Die ehemals getrennten Teams der beiden Augenoptiker harmonieren ausgezeichnet miteinander. Mit Finkbeiners zweitem Geschäft, das dessen Schwester Anja Winterfeldt in nicht allzu großer Entfernung betreibt, hat das Gemeinschaftsprojekt einen weiteren starken Partner.

„Wir werden das strategisch zu nutzen wissen“, freut sich Finkbeiner, der mit Lauinger eine „sportliche Planung“ auf den Weg gebracht hat. Damit sie ihre Ziele auch erreichen können, setzen beide auf eine klare inhaltliche Ausrichtung. Sven Lauinger: „Beide Geschäfte werden unter dem Namen „Eckart & Finkbeiner GmbH“ geführt. In der Westlichen Karl-Friedrich-Straße werden wir wie gewohnt sowohl Augenoptik als auch Hörakustik anbieten. Also „Gutes für Augen und Ohren“. Da sowohl Thomas als auch ich großen Wert auf Traditionen legen, wollen wir diese auch in unserem neuen Konzept weiterführen. Die Qualität spielt dabei eine herausragende Rolle. Wir möchten unseren Kunden ein Maximum an Leistung und ein vielfältiges Sortiment an Marken für den gehobenen Kundenwunsch bieten. Eine ehrliche, bedarfsorientierte Beratung in einem tollen Wohlfühl-Ambiente.“

Damit seien sie nicht automatisch „teuer“, wie Lauinger unterstreicht. Ganz im Gegenteil: „Man muss nicht immer das teuerste Glas als das beste verkaufen, wenn es auch günstigere und genauso gute Lösungen gibt. Und in der Hörakustik bekommt hier niemand ein Hightech-Bluetooth-Gerät aufgeschwatzt, der das wirklich nicht braucht.“

Hoher Anspruch auch ans Geschäft

Die klare Ausrichtung auf Qualität in der Beratung vereint die beiden Inhaber auch in Bezug auf das gemeinsame Geschäft an sich.

Für die Ladenbauspezialisten von Heikaus, die für beide Augenoptiker allererste Wahl waren, galt es das gesamte Ladenlokal über zwei Etage, in ein Kompetenzzentrum für Akustik und Optik zu verwandeln. Alle anfallenden Gewerke hat Heikaus detailliert geplant, koordiniert und termingerecht umgesetzt. Die Treppe zum ersten Obergeschoss wurde zugunsten des besonderen Raumkonzeptes demontiert und an neuer Stelle platziert.

Sowohl die Flächen- und Raumplanung als auch das Möbelkonzept sollte eine attraktive Inszenierung für die Produkte aber auch Ruhe für Beratung und Diskretion für Untersuchungen berücksichtigen.

Das Designkonzept ist offen und einladend. Die Gäste finden einen gemütlichen Beratungs-Platz am großen, gekalkten Eichen-Tisch im Zentrum des Ladenlokals. Alternativ werden Plätze an der großzügigen Bar in einer Materialkombination aus Corian und einem warmen Chocolate Brown im vorderen Bereich des Fachgeschäftes angeboten.

Die eingesetzten Farben und Materialien Braun, Beige, Grün und Goldtöne finden sich in den Tapeten, Teppich und Stühlen. Die Möbel greifen diese Farbigkeit auf, ergänzt mit weißen Elementen, was für eine angenehme Harmonie des Gesamtkonzeptes sorgt. Die teilweiße schwarz gestrichenen Deckenfelder schaffen einen spannenden Kontrast und zugleich eine warme Verbindung zu den eingesetzten Gelb- und Grüntönen.

Besonderer Hingucker ist eine transparente, gelbe Trennwand, die für eine angenehme Raumaufteilung sorgt, ohne eine Sicht-Barriere zu schaffen. Stilvoll, wohnlich und hochwertig ergänzt der in Fischgrät verlegte Boden in Holzoptik das elegante Einrichtungskonzept des Fachgeschäftes.

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