Möbel und Raum

Messestand als Muster

Die neue Behaglichkeit heißt „Vintage“: Mit dem neuen Messeauftritt hat Möbel und Raum als Ladenbaufirma einen Volltreffer gelandet. Am Puls der Zeit ist momentan die Umsetzung von Stilelementen aus den 60er-Jahren in eine moderne Formensparche mit hochaktuellen Materialien, neuen Leuchten und stimmungsvollen Inszenierungen.

„Der moderne Ladenbau geht weg von sterilen, weißen Räumen zu werkbühnenartigen Atmosphären. Höhlenartige Wohlfühlszenerien mit intimen, gemütlichen Ecken. Holz, nicht zu dunkel, nicht hochglänzend, wie zum Beispiel das orangerötliche Ulmenholz, sind wieder angesagt“, meint Andrea Fritz.

Demnach kommen die Stilelemente von Omas „Hemdentheke“ aus dem Wirtschaftswunder-Bekleidungsladen wieder. Der Berater hinter dieser Theke ist wieder ebenso gefragt wie die Kompetenz, die er hat. In Zeiten des Internets scheint es besonders wichtig, Atmosphäre zu erzielen, Wohlfühlcharakter zu erlangen, persönliche Beziehungen und Vertrauen aufzubauen zum Berater. Alles klassische Werte. „Die Suche nach Werten scheint ein großes Thema zu werden“, so Fritz.
Bei ihrem Unternehmen „Möbel und Raum“ ist man immer auf der Suche nach bestmöglicher Qualität, alles wird in der eigenen Werkstatt gefertigt. So ist auch der Messestand zur opti 2014 kein „Fake“ fürs Auge, sondern ein haptisches und emotionales Erlebnis gewesen. „Viele Kunden sind zu uns an den Stand gekommen, nur um uns mitzuteilen „toll, das ist ja eine superschöne Atmosphäre!“ oder „ das hatten wir doch schon einmal, ist ja wie aus Omas Zeiten, wie schön!“. Andrea Fritz: „Ein besonderer Renner war die Glastheke mit der Ulmenholzeinfassung. Das hätten wir gar nicht erwartet.“ Und die Accessoires wie die glänzenden Kupferkugelleuchten und die tulpenförmigen Sesselchen haben letztendlich zu Aussagen beigetragen wie „ das könnte ich mir ja für zu Hause vorstellen.“
Auf den ersten Blick glaubt man weniger, bei einem Optiker zu sein, als in einem Concept Store Interieur-Designers – nicht zuletzt aufgrund der konsequent umgesetzten Farb- und Materialwelten. Man bekommt hier das Gefühl, die Brillen sind kleine Schätze, versteckt aber gut inszeniert. Neben dieser Stimmungsmache aus Holzraum, Teppich im Usedlook, Kupferkugelleuchten und „Krämerladenstimmung“ hat Möbel und Raum einen schwarzen, bühnenartigen Raum geschaffen, dessen Wände als Hintergrund mit schwarzen Mullbinden umwickelt die Kulisse bilden. Davor stehen drehbare Stahlrahmengestelle aus Rundstäben, auf die quadratische Tableaus aufgesteckt werden können, die die Brillen auf eine neue Art präsentieren. Resultierend aus der Erfahrung wurde ein neues System entwickelt, das es ermöglicht, mit einer Beleuchtung von der Decke aus die Brillen in allen Positionen so zu drehen, dass sie gut ausgeleuchtet werden. „Parabolartig“, erklärt die Innenarchitektin Andrea Fritz, „fangen die Brillen das Licht von oben ein!“
Die kleinen Aufsteckmodule lassen der Phantasie freien Lauf. Kleine Quadrate sind so konstruiert, das sie die Brillen lässig halten und der Eindruck eines Gesichtes entsteht, auf dem die Brille stilistisch wunderbar erfasst wird. Größere Quadrate mit gelaserten Schlitzen präsentieren die Brillen wie auf einem Tablett, optimal gehalten und dargestellt. Spiegel oder auch kleine Vitrinen lassen sich in das Aufstecksystem integrieren und nicht zuletzt eine stimmungsvoll arrangierte Glasvase.