Augenoptische Perle an der Ostsee

Optik Sagawe ist in Rostock das, was man gemeinhin einen Platzhirschen nennt. Drei Geschäfte bilden den Familienbetrieb, den Ulrich Sagawe und seine Frau Britta 1967 gründeten und vor gut 15 Jahren an ihren Sohn Matthias und dessen Frau Katrin übergaben. Jetzt wurde das Flaggschiff des Augenoptikers mitten in der Stadt durch die Ladenbauspezialisten von Poschmann umgebaut und zu einer echten „Perle“ in der Branche.

Autor | Theo Mahr

In der Firmenchronik schreibt Ulrich Sagawe, dass das mit der Unternehmensgründung gar nicht so einfach gewesen sei. Erst eine Anzeige in der Zeitung habe für den Augenoptikermeister Erfolg gebracht: „Aus Rostock meldete sich Augenoptiker Baudis aus dem Grünen Weg. Meine Frau Britta und ich übernahmen am 1. Oktober 1967 den Optikerladen. Ein echter Glücksfall, da man in der DDR sich nicht einfach selbstständig machen konnte, nur einen bestehendes Geschäft übernehmen durfte.“

Dass ein Optikgeschäft runde 50 Jahre später einmal so aussehen würde wie das unbestrittene Prunkstück der Rostocker Augenoptiker, hätten die Sagawes damals wohl nicht einmal geträumt. Die Aussagen der aktuellen Kundschaft lassen keinen Zweifel aufkommen: „Das Geschäft wirkt eher wie eine Veranstaltungslounge.“ Oder: „Ich fühle mich wie zuhause.“

Bereits zum vierten Mal hat Optik Sagawe die Ladenbauspezialisten von Poschmann als Partner für ein Projekt gewählt. Den Augenoptikern kam es auf größte Individualität an – „nicht nur hinsichtlich des Ladenbaus ist Herr Sagawe auf dem Gebiet des Innenraumdesigns bewandert“, meldet Peter Poschmann und schreibt weiter: „Somit stellte er seine höchste Erwartungshaltung bezüglich der Gestaltung des neuen Geschäftes in den Vordergrund. Da ein neues Ladengeschäft in zentraler und repräsentativer Lage an einem sehr belebten Platz der Rostocker Innenstadt bezogen wurde, hatte jeglicher Anspruch all seine Berechtigung.“

Bei aller Schönheit und Wohlfühlatmosphäre waren den Sagawes die Funktionalität und bestmögliche Serviceleistungen für die Kundschaft natürlich am wichtigsten, wie es sich für einen Spitzenbetrieb gehört. Aus diesem Grund verfügt das Geschäft nun über zahlreiche Beratungsplätze, die in ihrer Wertigkeit als Lounge einen behaglichen Rückzugsort mit Privatsphäre für die Kundschaft bieten. Ein Empfangstresen im Barcharakter mit Getränkeservice rundet dabei das Empfinden der Kundschaft ab. Und damit es nicht zu langen Wartezeiten bei den Augenmessungen kommt, wurden zwei Refraktionsräume integriert.