Forschung und Entwicklung

Forschung für perfektes Sehen

Der LiveOptics Prozess stellt den Menschen in den Mittelpunkt der Brillenglasforschung und -entwicklung. Alle drei Sekunden wird ein Varilux Gleitsichtglas verkauft – damit ist Varilux weltweit die führende Gleitsichtglasmarke. Das hat seinen Grund: Kein Unternehmen in der augenoptischen Industrie forscht so intensiv und ist so innovativ wie Essilor. Mit den Varilux Gleitsichtgläsern hat Essilor vor mehr als 50 Jahren die Augenoptik revolutioniert – und seitdem mit den folgenden Varilux Generationen die Lebensqualität mehrerer hundert Millionen Menschen immer weiter verbessert. Zu den wichtigsten Innovationen der vergangenen Jahre zählt auch der weltweit einzigartige Entwicklungs- und Designprozess LiveOptics. Er bildet die Grundlage für die 100% digitale Entwicklung und Fertigung.

Essilor investiert etwa fünf Prozent seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung für perfektes Sehen. Dies übertrifft die Investitionen der anderen Brillenglashersteller deutlich und führt immer wieder zu bahnbrechenden Ergebnissen – nicht nur bei Produkten, sondern auch bei grundlegenden Prozessen und Technologien. Die Grundlage des Forschungs- und Entwicklungsprogramms bilden wissenschaftliche Erkenntnisse aus Optik und Physiologie.

LiveOptics – Der Mensch im Mittelpunkt
Entscheidend für die optische Leistung von Brillengläsern sind höchst präzise Entwicklungs- und Designprozesse sowie der Grad an Personalisierung. Deshalb werden Varilux Gleitsichtgläser zu 100% digital gefertigt. Von der Entwicklung und dem Design bis zur Fertigung und Bearbeitung ermöglichen digitale Technologien eine bislang unerreichte Präzision. Eine zentrale Bedeutung hat dabei der weltweit einzigartige digitale Entwicklungs- und Designprozess LiveOptics. LiveOptics schlägt die Brücke zwischen dem Wissen über die Physiologie des menschlichen Sehsystems und fundierter augenoptischer Kompetenz. LiveOptics stellt den Brillenträger in den Mittelpunkt der Forschung mit dem Ziel, ihm natürliches Sehen und höchsten Sehkomfort zu ermöglichen. Der Prozess gliedert sich in vier Phasen:
Phase 1: Sehanalyse
Neueste medizinische Erkenntnisse, kombiniert mit den Ergebnissen der Essilor Forschung zum menschlichen Sehsystem, ermöglichen es, die Funktionen der Augen und deren Interaktionen mit dem Körper besser zu verstehen. Um dieses Wissen für den Designprozess eines Varilux Gleitsichtglases zu nutzen, wurde ein einzigartiges System entwickelt, der VRS (Virtual Reality Simulator).
Mit diesem virtuellen Simulator können die Eigenschaften von Brillengläsern während der Testphase moduliert und die Zufriedenheit der Testträger sofort ermittelt werden. Sämtliche physiologische bzw. biometrische und verhaltensspezifische Daten, die in dieser Phase ermittelt werden, stehen für weitere Tests zur Verfügung und werden bei späteren Varilux Designs berücksichtigt.
Phase 2: Designentwicklung
In der zweiten Phase wird das Glasdesign berechnet. Dabei werden sämtliche in Phase 1 gesammelten Daten in Gleichungen umgewandelt, die die Geometrie des Glases beschreiben. Für die Berechnung von Brillengläsern hat Essilor exklusive Technologien entwickelt. Das jüngste Beispiel ist die wellenfrontbasierte W.A.V.E. 2.0 Technologie, die bei Varilux Ipseo New Edition und Varilux Physio 2.0 eingesetzt wird. Die komplexen Berechnungsmodule ermöglichen die Realisierung von qualitativ überlegenen Glasflächen, da sie Abbildungsfehler höherer Ordnung bestmöglich reduzieren.
Durch die Berücksichtigung der Rezeptwerte des Brillenträgers, des spezifischen Glasdesigns und der individuellen Personalisierungsparameter ergeben sich unendlich viele, vom Essilor Hochleistungsrechner ermittelte Kombinationsmöglichkeiten. Um eine hochpräzise Personalisierung sicherzustellen, werden dabei beide Glasflächen aufeinander abgestimmt.
Phase 3: Prototyp- Realisierung
Die digitale Prozesskette reicht von der Brillenglasberechnung bis zur Anfertigung von Prototypen. Diese werden auf Basis der Daten des Hochleistungsrechners erstellt – mit von Essilor entwickelten und patentierten Werkzeugen. Spezielle digitale Technologien sorgen dabei für die Konformität der Prototypen. Sie sind mit den später eingesetzten Verfahren identisch und gewährleisten bei der industriellen Serienfertigung eine gleichbleibend hohe Präzision. Dank der 100% digitalen Fertigungstechnologien wird jeder Parameter höchst exakt umgesetzt. Vor der Auslieferung durchläuft jedes Brillenglas eine speziell von Essilor entwickelte Qualitätskontrolle.
Phase 4: Bewertung anhand von Tragetests
Nach bestandener Qualitätsprüfung werden die Gläser präzise gerandet und in die Fassung eingesetzt. Anschließend werden sie im Rahmen von Vergleichsstudien in großem Maßstab getestet. In Zusammenarbeit mit unabhängigen Universitäten und Instituten ermöglichen diese Tests eine objektive und subjektive Beurteilung der Brillenglasleistung.
In dieser entscheidenden Phase werden die Prototypen der Varilux Gleitsichtgläser mehrere Wochen lang von Endverbrauchern im alltäglichen Gebrauch getestet.
Der Aufbau und Ablauf der absolut objektiven Tragetests folgt sehr hohen standardisierten Prozessen und harten Kriterien. Diese stellen sicher, dass keinerlei Auslegungsspielraum erfolgen kann und sind mit den hohen Anforderungen z.B. aus der Pharmaindustrie, vergleichbar.
Wenn es um einen Vergleich von Brillengläsern geht, erscheint jedes Mal das Logo in Abbildung 6; es demonstriert die Objektivität des Tests, auf den es sich bezieht. Es ist mehr als nur eine Bestätigung. Es stellt sicher, dass die von Essilor verwendete Methodik jegliche Fehlinterpretationen vermeidet, die Studiengruppen statistische Signifikanz genießen und die statistische Analyse eine angemessene Methodik zum Einsatz bringt.
NB: Professor José Sahel erhält als Privatperson keine Vergütung für die Abnahme dieser Protokolle.
Essilor ist der einzige Hersteller, der solche Tragetests systematisch in Kooperation mit renommierten Instituten durchführt. Denn aus Sicht von Essilor sind Innovationen nur dann bedeutsam, wenn die Sehvorteile von den Trägern unter realen Bedingungen bestätigt werden. Nur Brillengläser, die den Tragetest erfolgreich bestanden haben, dürfen das Qualitätssiegel „Approved by Wearers“ tragen. Es bestätigt, dass die Tragetests von unabhängigen Instituten durchgeführt und protokolliert wurden und verspricht höchste Qualitätsstandards.
Digitale Technologien für das beste Seherlebnis
Alle Designs sind durch den beschriebenen LiveOptics Prozess definiert. Ob es sich um ein personalisiertes Premiumprodukt handelt oder um ein Markeneinstiegsglas – marktreif sind Varilux Brillengläser erst, nachdem sie die vier Phasen des LiveOptics Design- und Entwicklungsprozesses durchlaufen haben. Mit LiveOptics und digitalen Fertigungs- und Bearbeitungstechnologien bieten die Gleitsichtgläser Brillenträgern sofortiges Wohlfühlen und das bestmögliche Seherlebnis für ihren persönlichen Lebensstil.
Essilor GmbH
Produktmarketing – Silvia Sahl