brillenart Wagener & Luks, Wetter

Eigene Linie

Tanja Wagener und Alexander Luks haben jahrelange Erfahrung in der Brillenbranche, wenn sie auch gelernte Goldschmiede sind. Beide arbeiteten lange Jahre bei einem Hersteller randloser Fassungen, waren zuständig für die Werkstatt und das Design.

Nach fast zehn Jahren kam die Zeit, sich umzuorientieren. Gut bekannt miteinander und mit Leon Willeks von Lealeks wagten sie die Selbständigkeit, unterstützt von Willeks. Die Fassungen von Lealeks sind aufwendig und luxeriös, gehören in den höheren Preisbereich. Brillenart-Fassungen sind zwar qualitativ genauso gut, jedoch schlichter in der Anmutung. Produziert werden alle Fassungen in den Räumen von Lealeks, aber unterschiedlich vermarktet.

In München auf der opti kamen die Fassungen der neuen Firma brillenart gut an. Ein Zeichen für Preis und Qualität, da man vorher ja noch nichts von den neuen Fassungen gesehen und gehört hatte. Zumindest die Feuertaufe haben sie gut überstanden, alles weitere wird Qualität und Zuverlässigkeit beweisen müssen.
Die Fassungen sind eine rein deutsche Produktion. Von der Schraube über Bügel und Glas kommt jedes einzelne Produkt aus Deutschland. Das ist zwar etwas teurer in der Herstellung, den beiden Jungunternehmern aber extrem wichtig. Offensichtlich auch den Augenoptikern, die die Firma schon in München entdeckt hatten. Denn die erste Frage ging immer um die Herstellung. Da kam denn ein Preis im zweistelligen Bereich auch gut an.
brillenart-Fassungen sind aus Edelstahl, teils vergoldet, rudiniert, gefärbt. Tanja Wagener und Alexander Luks wollten eine schöne Brille konzipieren, die jeder tragen kann, nicht das Ei des Kolumbus neu erfinden. Ohne Probleme können sie auf Kundenwünsche eingehen. Sei es, dass die Fassung breiter, schmaler, länger, weiter sein muss, alles kein Problem.
Wagener und Luks sind ein großes Risiko eingegangen. Ohne Eigenkapital, nur mit Existenzförderung und einem privaten kleinen Darlehen haben sie sich in ein Abenteuer gestürzt. Aus diesem Grund ist die erste vorgestellte Kollektion einfach im Design, gut verkäuflich für den Augenoptiker. Die nächste Kollektion wird sicher gewagter werden, aber bis dahin haben Sie sich von Qualität und Zuverlässigkeit überzeugt und werden sicher auch den nächsten Schritt mit der jungen Firma gehen.
Die Lieferzeiten liegen im Augenblick bei sechs Wochen. Kein großer Hersteller steht im Rücken, die Fassungen werden auf Bestellung angefertigt. Das dauert eben etwas. Auch die Endkontrolle ist ungeheuer ‚pingelig‘, man hat schließlich einen Ruf zu verlieren, bzw. zu erwerben.
Persönlich können sie die Fassungen auf der nächsten ‚brille & Co.‘ im September sehen, aber vielleicht schauen Sie sich die eigene Linie der beiden Jungunternehmer einfach mal vorher unverbindlich an:
Ulla Schmidt