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Optikmeisterei
Besondere Atmosphäre

Eva Trummer scheint nichts zu bremsen. Die 23-Jährige strahlt übers ganze Gesicht und präsentiert stolz ihre „Optikmeisterei“ in Erlangen. In der altehrwürdigen Hofapotheke der Stadt hat sich die Augenoptikermeisterin aus Erlangen einen Traum verwirklicht – ein eigenes Geschäft. Bis zum Einzug am 28. August 2014 waren allerdings einige Hürden zu meistern.

Da war zunächst mal das zarte Alter der Selbstständigen. Klar, mit 21 hat sie bereits die Meisterprüfung abgelegt, und dass sie fachlich etwas kann, daran zweifelten die Finanzexperten nicht. Aber… „Ich musste mehrere Businesspläne für verschiedene Objekte schreiben, bis ich eine Zusage für die Finanzierung meines Traums bekam“, verrät Eva Trummer.

Das Problem dabei: Man lernt das Schreiben eines Businessplans nicht in der Ausbildung und auch nicht auf der Meisterschule. Mit Hilfe der Handwerkskammer, der Bank und schließlich der Unterstützung durch die KfW (ehemals KfW-Bankengruppe, ist die größte nationale Förderbank der Welt sowie nach Bilanzsumme die drittgrößte Bank Deutschlands) gelang das Unterfangen doch.
Jetzt arbeitet ein Team aus fünf Augenoptikern in der alten Hofapotheke, die in wenigen Monaten runderneuert und für die neue Verwendung als Augenoptikfachgeschäft herausgeputzt wurde. Nicht so einfach, denn der Denkmalschutz bezog sich in diesem Fall nicht nur auf das Gebäude, sondern auch auf große Teile der Einrichtung. Da die Apotheke zuvor ein Jahr leerstand, befanden sich viele Möbel in desolatem Zustand.
Mit Unterstützung eines örtlichen Restaurators gelang es jedoch, wesentliche Elemente aus der historischen Apotheke aufzuarbeiten und in das moderne Optikgeschäft, für das ein Würzburger Schreiner die notwendigen „Optikmöbel“ baute, zu integrieren. Beides zusammen schafft nun auf 145 Quadratmetern eine ganz besondere, private Atmosphäre. Mehrere kleine Räume unterstützen diese Stimmung und sorgen bei der Kundenberatung für die gebotene Ruhe.
„Die Räume sind schon speziell und erfordern eine etwas andere Organisation, als sie vielleicht optimal wäre“, räumt Eva Trummer ein. Aber es ist eben auch etwas ganz Besonderes in diesem Umfeld zu arbeiten. Damit das so bleibt, achtet die junge Unternehmerin darauf, dass der Stil nicht verloren geht. Es gibt keine herumstehenden, fremden Präsenter. „Das würde nicht passen“, verdeutlicht die Augenoptikerin. Auch die Hinweise auf einzelne Marken sind dezent, bunte und „laute“ Reklame sucht man vergebens.
Dafür findet man an der Hausecke draußen immer noch das Apothekenkreuz, die Erlanger sind einfach daran gewöhnt. So sehr, das manchmal noch einer mit einem Rezept das Geschäft betritt. Das Team aus der Optikmeisterei wird sicher in wenigen Wochen dafür sorgen, dass jeder Erlanger vom neuen Angebot in der alten Apotheke weiß.
Theo Mahr
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