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SWAV modernisiert

Die Augenoptiker-Innung Baden-Württemberg beantragte im Jahr 2019 Zuwendungen zur Modernisierung der Ausstattung im Aus- und Weiterbildungszentrum Karlsruhe. Der Zuwendungsbescheid des Bundes über 481.749 Euro ging am 19. Dezember 2019 ein.

45 Prozent dieser Summe werden aus dem Bundeshaushalt bezuschusst, ein Viertel kommt aus Landesmitteln und nur 30 Prozent beträgt der Eigenanteil, den die Augenoptiker-Innung Baden-Württemberg zu tragen hat.

„Die Förderung aus dem Haushalt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung verfolgt den Zweck, die Ausbildungsfähigkeit vor allem kleiner und mittlerer Betriebe sowie die beruflichen Zukunftschancen von Auszubildenden durch entsprechende moderne pädagogische Förderkonzepte im Rahmen des öffentlichen Bildungsauftrags zu unterstützen“, heißt es im Zuwendungsbescheid.

Seit der Eröffnung 2015 arbeiten die Auszubildenden pro Lehrjahr zwei Wochen mit den Maschinen und Geräten im Aus- und Weiterbildungszentrum. Der übliche Verschleiß führt zur Notwendigkeit einer Modernisierung des Inventars der fünf Ausbildungsbereiche, um auch den zukünftigen Auszubildenden einen entsprechenden Bestand zur Verfügung stellen zu können, mit dem die präzisen Arbeitsschritte durchgeführt werden können.

Die Historie des AWZ

Die Überlegungen für eine gemeinsame überbetriebliche Ausbildungsstätte in Baden-Württemberg begannen im Jahr 2009. Den Grundstein legten die Innungsversammlungen der vier ehemaligen Augenoptiker-Innungen Südbaden, Nordbaden, Südwürttemberg und Nordwürttemberg in den Innungsversammlungen 2010. Dort wurde die Beteiligung aller Innungen in Baden-Württemberg an einer gemeinsamen überbetrieblichen Ausbildung beschlossen. Bekräftigt wurden die Beschlüsse im Rahmen der Fusionsversammlung der vier ehemaligen Innungen zur Augenoptiker-Innung Baden-Württemberg im Jahr 2011.

Bereits 2014 wurde die Einrichtung und Ausstattung des Aus- und Weiterbildungszentrums sowie des Boardinghouses durch Bundes- und Landesmittel gefördert. Seinerzeit sah das BIBB Positionen im Wert von gut drei Millionen Euro als förderfähig an. Im Oktober 2019 erhielt die Augenoptiker-Innung Baden-Württemberg zudem einen Zuwendungsbescheid des Bundes über 919.361,54 Euro. 90 Prozent dieser Summe werden aus dem Bundeshaushalt bezuschusst. Die Höhe der Investitionen beläuft sich damit seit dem Jahr 2014 auf rund 4,5 Millionen Euro.

Über 1800 Auszubildende besuchten seit 2015 das Aus- und Weiterbildungszentrum. Der zweiwöchige Grundkurs, die vier Fachkurse AU1/09 bis AU4/09 und die Training Days zur Vorbereitung auf die Gesellenprüfungen unterstützen das handwerkliche Können der Auszubildenden und geben ihnen Raum und Zeit zur fachlichen Entfaltung, abseits von Zeit- oder Materialdruck.


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Mitarbeiter im Blick

Der Südwestdeutsche Augenoptiker-Verband hat die Initiative Zukunft Beruf Augenoptik, kurz: IZBA, gegründet. Diese befasst sich mit dem Fachkräftemangel in der Augenoptik. Mit einer mobil optimierten Webseite, einem Positionspapier und weitreichenden Informationen zum Beruf präsentiert die Initiative einerseits die attraktiven Seiten der Augenoptik, lässt auf der anderen Seite aber die Probleme nicht außer Acht. Informationen für eine breite Zielgruppe – von Studienabbrechern über Familien bis hin zu Gesellen – sollen helfen, im Dschungel an Wissen den Überblick zu behalten. Hilfestellungen geben zudem die neuen IZBA-Seminare und Webinare, die 2020 für Innungsmitglieder des SWAV kostenfrei und für Nicht-Innungsmitglieder oder Innungsmitglieder anderer Innungen kostengünstig angeboten werden. Hier liegt der Fokus klar auf dem Aspekt der Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung.