Helmut Schulz

Nachruf auf Helmut Schulz

Das norddeutsche Augenoptikerhandwerk trauert um Helmut Schulz, der am 2. Dezember 2011 im Alter von 79 Jahren verstorben ist. Mit ihm verliert der Berufsstand einen hochengagierten, zielstrebigen Ehrenamtssträger, der sich mehrere Jahrzehnte mit großer Leidenschaft und Erfolg für die Belange des Augenoptikerhandwerks einsetzte.

Helmut Schulz absolvierte 1960 die Prüfung zum Augenoptikermeister. Fünf Jahre später bestand er auch die Meisterprüfung im Hörgeräteakustiker-Handwerk und trat in den Betrieb seines Vaters ein. Von 1969 bis 1982 war er zunächst Obermeister, dann von 1985 bis 1998 stellvertretender Obermeister der Augenoptiker-Innung Bremen. Von 1970 bis 1983 sowie von 1996 bis 1998 engagierte er sich als stellvertretender Landesinnungsmeister.
Bis zum Ende seiner ehrenamtlichen Tätigkeit war er nicht nur in Niedersachsen für die Krankenkassenverhandlungen mitverantwortlich, sondern auch Mitglied im betriebswirtschaftlichen Ausschuss des ZVA. Er gehörte zudem lange Jahre der Vertreterversammlung der AOK Oldenburg an und war bis 2003 vereidigter Sachverständiger der Handwerkskammer Oldenburg. Seit 1988 war Helmut Schulz auch als Ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht tätig. Seine überragenden Verdienste um das Augenoptikerhandwerk wurden 1999 mit dem ZVA Ehrenzeichen in Silber und demEhrenzeichen des Handwerks sowie 2011 mit dem LIV Ehrenzeichen in Gold gewürdigt.
Wir werden Helmut Schulz nicht nur als einen vielgefragten, fachkompetenten Augenoptiker, sondern auch als einen stets sozial denkenden und handelnden Menschen in Erinnerung behalten, der sich mit Leidenschaft und Weitsicht für den Berufsnachwuchs engagierte.