artmix

Umsatzsprung nach Umbau

Bei Ebner Optik in Waldshut staunte man nicht schlecht, als die Zahlen für das Geschäftsjahr 2006 auf dem Tisch lagen: In den zwölf Monaten nach dem Ladenumbau 2005 erreichte das Unternehmen phänomenale Umsatzzahlen. Und: Auch der Trend für das Jahr 2007 geht noch mal nach oben. Der Inhaber und Augenoptikmeister Martin Ebner hierzu: „Mit 57,9% Umsatzwachstum im Jahr nach der Wiedereröffnung und Geschäftsübergabe meines Vaters an mich haben meine Frau und ich im Traum nicht gerechnet.“

Bei dem 70 Jahre alten Traditionsoptiker Ebner stand im Herbst 2005 der Generationswechsel an. Das Ehepaar Ebner entschloss sich zur Zusammenarbeit mit dem Konstanzer Optikplanungsspezialisten artmix. „Und dann ging es Schlag auf Schlag,“ erzählt Martin Ebner heute und fährt fort: „Der Vergleich zwischen vorher und nachher verdeutlicht, dass wir mit Ausnahme der tragenden Hausmauern keinen Stein auf dem anderen ließen.“

Die Entscheidung der Ebners erwies sich als goldrichtig: Das Planungsteam entwickelte auf Basis der Unternehmensphilosophie und Ziele das neue Corporate Design. Sowohl Außenfassade als auch die Innenräume wurden entsprechend komplett neu gestaltet.
Standortspezifischen Nachteilen wurde ein effizientes und durchdachtes Konzept der Außenanlagen entgegengesetzt. Die Umbaumaßnahmen ergaben zudem eine weit großzügigere Schaufensterfläche. Das breite Sortiment wurde durch die Raumaufteilung klar und übersichtlich gegliedert. Die schlichte und hochwertige Innenarchitektur streicht auf 150 qm den hohen Qualitätsanspruch von Optik Ebner heraus.
Das Fazit der Ebners: „Herausgekommen ist ein auf allen Kommunikationsebenen durchgängiges Konzept der Außendarstellung. Von der Anzeige bis zur Hausfassade, vom Logo bis zum Ladenbau sind wir als individueller Augenoptikunternehmer treffend dargestellt. Das nimmt unser Kunde wahr und er fühlt sich bei uns wohl.“
Für unsere Leser verriet der Geschäftsführer von artmix, Henning Tartsch, auf Nachfrage das Geheimnis des Erfolges: „Alleine die Existenz eines Unternehmens bewirkt, dass beim außen stehenden Betrachter ein Bild entsteht. Nur weil man da ist, hat man also schon auf dem Markt ein Image. Warum sollte sich der traditionelle Augenoptiker dann die Chance entgehen lassen, in der Öffentlichkeit und in seiner Zielgruppe exakt die Vorstellung über sein Augenoptikunternehmen entstehen zu lassen, die der eigenen Optikfirma entspricht?“
Was natürlich voraussetzt, dass man selbst weiß, wer das eigene Unternehmen ist, was es bietet und für was es steht. Beantworten sollte jeder Augenoptiker einmal für sich selbst folgende Fragen:
  • 1. Existiert in meinem Unternehmen eine definierte, im besten Fall nachhaltig fortgeschriebene Unternehmensphilosophie?
  • 2. Weiß ich, was Corporate Identity ist und was es leistet?
  • 3. Sind alle Mitglieder meines Teams jederzeit in der Lage, gegenüber jedem Ansprechpartner die Unternehmensidentität mit eigenen Worten mitzuteilen?
  • 4. Verfügt mein Unternehmen neben den üblichen taktischen über strategische Zielsetzungen?
  • 5. Hat sich mein Augenoptikunternehmen in den letzten drei Jahren wie von mir geplant entwickelt?
„Sollte der Augenoptikunternehmer alle Fragen mit ja beantwortet haben, dürfte er zu den Erfolgreichen der Augenoptikerzunft zählen. Demgegenüber stehen viele traditionelle Augenoptikunternehmen, für die sich der Markt schwierig gestaltet: Mit dem Werbedruck der Optikmultis und Franchiseketten mitzuhalten ist schier unmöglich, auch die Zahl der Mitbewerber vor Ort steigt. Kommt noch hinzu, dass beim Kunden in Anbetracht der vielen Optikunternehmen und -marken schon fast so etwas wie eine Orientierungslosigkeit besteht.“
Wie soll sich da der König Kunde noch für den richtigen Optiker, also für einen selbst entscheiden? Die Antwort liefert Tartsch: „Indem der Kunde den Optiker bemerkt, für sympathisch, qualifiziert und zu sich passend empfindet.“
Dies zu erreichen ist wiederum relativ schwierig, aber in drei Schritten lösbar:
Step 1: Entwicklung einer definierten und unverwechselbaren Unternehmensidentität, -philosophie und -positionierung.
Step 2: Konzeption und Umsetzung der treffenden Kommunikationslinie und der Corporate Identity – Komponenten Logo, Claim, Geschäftspapiere, Hausfassade, Werbeanlagen, Ladenbau, Internet …
Step 3: Kommunikation gegenüber der definierten Zielgruppe.