Schulleitung, Preisträger und -stifter vereint (von links): Prof. Dr. Dr. Ekbert Hering, Bernd Kittel, Prof. Dr. Anna Nagl und Dr. Helmut Baur. Foto: Theo Mahr
Fachhochschulpreis der Binder-Optik AG

„Rating und Basel II geht alle an“

Theo Mahr

Bernd Kittel ist der Träger des Fachhochschulpreises, den die Binder-Optik AG alle zwei Jahre für Diplomarbeiten an der Fachhochschule Aalen verleiht. Im Rahmen einer Feierstunde präsentierte der Preisträger seinen Leitfaden zum neuen Rating und „Basel II“. Und er machte deutlich: „Rating und Basel II geht alle an“.
Der kurze Überblick, den Bernd Kittel gab, ließ erahnen, welche Leistung hinter seiner detaillierten Diplomarbeit steckt. Das Magazin „DER AUGENOPTIKER“ wird die Arbeit in mehreren Folgen ab Oktober 2003 veröffentlichen. Denn, das machte Kittel klar: Jeden geht Basel II etwas an, sei es nun ein großes Unternehmen, ein mittelständischer Betrieb oder eine Privatperson. An den Richtlinien zur Kreditvergabe kommt niemand mehr vorbei. Wie man sich vernünftig auf die Verhandlungen mit den Banken vorbereitet, das zeigt der Preisträger mit seinem Leitfaden auf.
Nach der Begrüßung durch den Rektor der FH Aalen, Prof. Dr. Dr. Ekbert Hering, und der Laudatio durch Prof. Dr. Anna Nagl, verantwortlich für die Fächer Betriebswirtschaftslehre und Unternehmensführung im Fachbereich Augenoptik, verlieh Dr. Helmut Baur, Vorstandsvorsitzender der Binder-Optik AG, den mit 1500 Euro dotierten Preis, den der Optik-Filialist alle zwei Jahre für herausragende Diplomarbeiten verleiht. „Das muss nicht zwingend eine Arbeit aus dem Fachbereich Augenoptik sein“, sagte Dr. Baur. In diesem Jahr war es so, was ihn natürlich besonders freute. Auch der Binder-Chef wies auf die Wichtigkeit des Themas hin. Es sei dringend notwendig, dass sich alle Unternehmen, gleich welcher Größe, mit dem Thema Rating beschäftigten. Am Rande der Feierstunde bestätigten das die Vertreter der Geldinstitute, die ebenfalls zum Vortrag von Bernd Kittel gekommen waren.
FH Aalen feiert und baut aus
Die Fachhochschule Aalen, die vor 21 Jahren den Studiengang Augenoptik einrichtete, hat freilich noch mehr Gründe zum Feiern. In diesem Jahr besteht sie 40 Jahre, und bis zum Herbst 2005 soll der Neubau „im Burren“ fertig sein. Dann wird sich die über die Stadt Aalen verstreute Fachhochschule auf einem Campus konzentrieren und zugleich ein Problem lösen, das andere Schulen gerne hätten: In Aalen fehlt der Platz. Die Studienbewerber laufen Hering und dessen Team die Türen ein. In den letzten sechs Jahren hat die schon immer erfolgreiche FH einen unglaublichen Schub erlebt.
Damit das so bleibt, hat die Schulleitung immer mindestens ein Ohr bei den Studierenden. Hering, der die FH als Unternehmen betrachtet und auch so führen möchte, sieht seine Studenten als Kunden. Die FH müsse zur Marke werden, um sich im Wettbewerb mit anderen Schulen positionieren zu können. Man kann sich vorstellen, dass die Übertragung dieser Einstellung auf sämtliche Lehrenden aller Studiengänge noch eine Weile dauern wird.
Infos über die aufstrebende Fachhochschule in Aalen gibt’s im Internet unter www.fh-aalen.de.