Lieber Schaufenster als Schreibtisch

Seit einem knappen Jahr ist Jasmin Bovenzi wieder in den Schaufenstern der Augenoptiker unterwegs. Die Wuppertalerin hat sich nach drei Jahren Büroarbeit entschieden, wieder mit „doja-deko“ als Dekorateurin für Augenoptiker zu arbeiten.

Autor | Theo Mahr

Die Dekorateurin bringt etwas mit, was vielen Ihrer Mitbewerber fehlt: Sie ist gelernte Augenoptikerin, kennt also die Produkte, die Aufgaben und auch die Schwierigkeiten der Augenoptiker. Trotz der zunehmenden Bedeutung von Optikers Internetseite: Das Schaufenster bleibt eine wichtige Visitenkarte des Geschäfts. Dass es sauber und gepflegt ist, darf man als Kunde voraussetzen. Wirklich interessant wird es aber erst durch geschickte Arrangements und den Einsatz von Elementen, die in die Ferne oder aber bei näherer Betrachtung wirken.

Jamin Bovenzi hat bereits früher als Dekorateurin gearbeitet. Nach ihrer Ausbildung und einigen Arbeitsjahren in der Augenoptik gründete sie Ende 2004 noch unter ihrem Mädchennamen Claußen mit ihrer befreundeten Kollegin Dorena George das Unternehmen Doja-Deko. Bis 2013 arbeiteten die beiden Frauen gemeinsam, doch im Laufe der Jahre kamen immer mehr kleine Gründe hinzu, um schließlich das Unternehmen an einen Dekorateur zu verkaufen. „Es war einfach Zeit für eine Veränderung“, blickt Jasmin Bovenzi zurück.

Im Herbst 2016 war‘s allerdings vorbei: Nach drei Jahren Büroarbeit stellte die Wuppertalerin fest, wie sehr sie das Dekorieren vermisste. Während die immer noch mit ihr befreundete George bei ihrem neuen Job blieb, kehrte Bovenzi, inzwischen verheiratet und Mutter, zurück in die Schaufenster der Augenoptiker. „Ich habe schon wieder ein paar Kunden gewonnen“, freut sie sich. Und sie will mehr. Im Prinzip laufe der Erstkontakt immer gleich. „Ich muss ja erstmal wissen, was der Augenoptiker überhaupt will, wofür er steht, was er zeigen möchte.“ Deswegen gibt‘s für jeden Augenoptiker nicht nur individuelle Dekorationen sondern auch individuelle Preise. Der Aufwand entscheidet, nicht die Fläche. „Grundsätzlich arbeite ich mit dem, was eben da ist“, sagt Bovenzi. Da das mitunter nicht alles optimal ist, macht die Spezialistin auch Vorschläge. Gerade die Beleuchtung der Schaufenster ist bei vielen Augenoptikern verbesserungswürdig.

Wie auch immer die Zusammenarbeit ausfällt, sie bleibt kurzfristig. Der Augenoptiker entscheidet, ob er nach einem Schaufenster weiter auf Bovenzis Dienste setzen mag oder nicht. Die Dekorateurin vertraut da voll auf Ihr Können und Wissen. „Die Augenoptiker spüren schon, ob ein Schaufenster funktioniert oder nicht“, weiß sie aus Erfahrung. Und ist sich sicher, dass die meisten Kunden sie auch wieder buchen.

www.doja-deko.de